Fremde Hände

Fortsetzung von „Komm zurück mein König…“

Abrupt erstarrte ich in meinem Gezappel und lauschte angestrengt. Ich meinte das Geräusch eines Atemzuges aus Richtung der Tür vernommen zu haben.
Doch da war nichts. Stille, im Sekundentackt durchschnitten durch das Ticken des alten Weckers. Enttäuscht schnaubte ich und ließ die Anspannung fallen. Die Schwärze hinter meiner Augenbinde, das Rasseln meiner Armfesseln und das Satinlaken unter meinen nackten Füßen, war alles was meine Welt gerade ausmachte.

Plötzlich glitten Fingernägel über mein rechtes Schienbein. Ich fuhr zusammen, mein Herz setzte aus, um gleich darauf wie wild aus meiner Brust ausbrechen zu wollen.
Schwer zu sagen was mich mehr erschreckt hatte. Die Berührung aus dem nichts… oder die Acrylnägel dieser fremden Hand?

„Shhhh…“, wisperte die Unbekannte. Sie tätschelte meine Titten und strich dann über meine Pussy, als würde sie mich begutachten und auf versprochene Qualität überprüfen. Ich begann mich zu winden und mein Atem ging schneller. Meine Instinkte waren entschieden zu kämpfen und sich nicht so einfach zu ergeben.
Doch die Fremde verströmte Wärme, die mein ausgekühlter Körper gierig auf sog und mich in den Bann zog.

Gezielt berührte sie mich, zog große Kreise über meinen ganzen Körper und ließ keine Stelle ungeachtet.
Mein Verstand spielte böse Streiche mit der Ungewissheit, fügte die Gesichter zu der Unbekannten, die er am meisten fürchtete.
Doch rasch wurden ihre Kreise kleiner und ich merkte, ich hatte bereits verloren, als mir ein Seufzer entfuhr. Wieder zappelte ich. Sofort bestrafte sie mich dafür, indem sie mir in die rechte Brustwarze kniff. Ich stöhnte…

Das Spiel aus Verwöhnung und Strafe für Widerspruch, setzte sich eine Weile fort, bis ich so feucht war, das es platschte wenn sie auf meine Spalte schlug.
Sie setzte sich auf mein Gesicht und ich leckte sie bis auch ihr endlich ein Geräusch entwich. Noch nie war das Stöhnen eines Menschen so ein Triumph für mich gewesen, war es doch ein Fetzen, der sie mich besser kennen ließ. Auch noch nie hatte ich zuerst meine Zunge in die Möse eines anderen Menschen gesteckt, bevor ich dessen Gesicht kannte.

Als sie merkte ich fand Gefallen daran sie mit meiner Zunge zu erkunden, entzog sie sich mir wieder. Ich hörte Geraschel…
Plötzlich drang sie mit einem kalten Spielzeug in mich ein und begann mich zu ficken und bespielen bis ich kam.

Als ich meinen Atem wiederfand, nahm sie mir die Augenbinde ab. Vor mir saß eine rattenscharfe junge blonde Frau. Ihr langes blondes Haar umrahmte ihre frechen, prallen Brüste und sie grinste mich raubkatzenartig an.
Ich blinzelte und sah mich im Raum um, nicht sicher ob er der selbe war, wirkten die Farben doch so anders.
Links in der Ecke, neben der Tür, auf dem großen Ohrensessel, da saß mein König.
Gebieterisch schmunzelte er mich an. Mir klappte die Kinnlade runter, als ich realisierte, dass er nie fort war. Die ganze Zeit über hatte er dort gesessen und dem Spiel seinen Lauf gelassen.

Komm zurück mein König…

Mit verbundenen Augen liege ich hier, gebettet in Satin. Die Handschellen lassen meinen Armen nicht viel Platz für Bewegung und auch meine Füße können nichts greifen, sie gleiten nur verloren über das große Meer aus glattem Stoff.
Die Temperatur ist gerade so, dass sie auf Messers Schneide zwischen warm und kalt balanciert. Doch ich kann spüren wie sich meine Nippel suchend in die Höhe schrauben.
Ich warte… Eben lagen seine Hände noch warm und weich auf meiner Haut. Sie glitten über meine Rippen, entlang der Außenseiten meiner Oberschenkel und zuletzt ließ mich ein Kniff in meinem linken Zeh aufzucken, bevor jegliches Zeichen seiner Anwesenheit im Nichts verschwand.
Ich warte… Noch eben waren seine Berührungen so real wie Feuer gewesen, doch sie verblassten zu einer erkalteten Erinnerung. Wie Eis bohrten sich die Bahnen, die seine Hände zogen, in meine Haut. Es war ein Nagen, das fast schon zu einem Schmerz heran wuchs und mich immer unruhiger werden ließ. Doch egal wie sehr ich mich anstrengte, alles was ich hören konnte, war mein eigener Atem und das laute Tacken eines alten Weckers, das sich in meine Ohren fraß.
Ich warte… Auch wenn das beharrliche Tacken des alten Weckers ein Zeichen von vergehender Zeit war, hatte ich keinen blassen Schimmer, wie lang ich hier schon lag. Jeh mehr ich mich wehrte, jeh mehr ich tobte in meinem kleinen Rahmen, um so langsam schien sie zu vergehen und um so tiefer Bohrte sich das Verlangen.
Ich beginne zu winseln… „Komm zurück mein König… Bitte!“