Das Rätsel der Anziehung

Früher war ich ein sehr verklemmtes Mädchen. Gefangen in meinem eigenen Kopf und getrieben von Ängsten. Es befand sich irgendwie immer ein dicker, realitätsverzerrender Schleier zwischen der Außenwelt und mir.
In der Öffentlichkeit zum Beispiel, traute ich mich nie Menschen anzuschauen.

Eines Tages hatte ich schlicht die Schnauze voll von meiner mehr oder weniger selbst erbauten Gefangenschaft. Vor allem die Erkenntnis, dass ich mit über 20 nicht wirklich wusste, welche Menschen mein Typ sind, trieb mich dazu an diese Ängste loszuwerden.

Ich begann ganz bewusst Menschen zu beobachten und vor allem, wie ich intuitiv auf wen reagiere. Blicken stand zu halten fällt mir oft immer noch sehr schwer, aber ansonsten habe ich große Fortschritte gemacht.
Ich bin sehr fasziniert davon, wen ich so anziehend finde. Oft sind es nur kleine Details, die Menschen plötzlich interessant machen.

Heute zum Beispiel, als ich auf den Bus wartete, gesellte sich ein großer schlanker Kerl zu mir. Seiner Kleidung und Art nach, deutete ich ihn in die alternative Richtung. Ich mag Menschen, die sich von der Masse abheben. Doch er hatte auch viel an sich, was mich an einen Ex erinnert, mit dem ich heute aus vielen Gründen nicht mehr zusammen kommen würde. Bestimmt ein Kiffer, dachte ich. Bestimmt stinkt er… Bestimmt tickt er ähnlich…
Im Bus setzte er sich schräg vor mich und unterhielt sich lebhaft mit zwei Menschen, die er kannte. Plötzlich entdeckte ich einen kleinen Smiley =) , der unter sein linkes Auge tätowiert war, kaum größer als ein Pfefferkorn, und schlagartig war er mir sympathisch. Nach und nach bemerkte ich die verschiedenen Ohrringe, die er trug und auch die machten ihn sehr interessant.
Auch wenn diese Dinge nicht bewirkten, dass ich ihm tatsächlich hätte nah sein wollen, so änderte es trotzdem das Gefühl, das seine Erscheinung mir gab.

Als er Ausstieg, folgten meine Blicke ihm. Er bemerkte mich, grinste breit und winkte mit beiden Händen. Ich winkte zurück und das Lächeln verweilte noch eine ganze Weile auf meinen Lippen.

Wie verführe ich die Fremde?

Heute war ein Abend der besonderen Art. Paul hatte eine Geschäftspartnerin zum Abendessen eingeladen. Mein Einverständnis hatte er sich schon vor zwei Wochen geholt und bisher hatte ich nicht viele Gedanken an sie verschwendet.
Ich wusste, dass sie das Küken in seinem Team war. Sie war 35, also lag ihr Alter fast genau in unserer Mitte. Er hatte sie mir als beeindruckende Frau, mit geschmackvollem, edlen Stil, dunklem Teint und Haar und vor allem als sonnig und herzlich humorvoll im Charakter beschrieben. Ihr Name ist Dania.
Ich war entspannt und neugierig darauf sie kennen zu lernen.

Bis heute früh.  Da gelang es Paul beim Frühstück in zwei völlig verschiedenen Sätzen beiläufig anzudeuten, dass Dania sexuell sehr offen und bi orientiert war und dass sie zur Zeit auf der Suche nach neuen Erfahrungen war.
Er erzählte dies so belanglos, mit einer Miene, die bloß Vertiefung und Hingabe seinem Brötchen gegenüber preisgab, dass ich mich augenblicklich begann in ein Gedankenkarussell zu stürzen.
Hatte ich ihm nicht vor einiger Zeit erzählt, wie gern ich mit ihm zusammen mal eine Frau erobern würde, aber einfach nicht wusste wen und wie?
Nein das hat er doch nicht wirklich… Oder etwas doch? Was wenn er das alles eingefädelt hat und mir nun diese Hinweise gegeben hatte, damit ich wusste ich hatte eine Chance?

Vom Frühstück an, rödelte meine Denkmaschine in einer Tour. Eine bunte Mischung aus Analyse, Plänen und Strategien, Fantasien und hin und wieder mal eine völlig irrationale Angst dazwischen, es könne ja eine Falle sein und super peinlich werden. Ja gut peinlich werde konnte es definitiv, zum Beispiel im Falle dessen, dass ich Paul falsch verstanden hätte oder wenn ich mich vor Aufregung plump wie ein Neandertaler anstellen würde.

Es hätte jedenfalls ein normaler Arbeitstag im home office sein sollen, doch ich erreichte rein gar nichts Produktives. Schon am frühen Nachmittag gab ich es auf und begann mich mit Vorbereitungen zu beschäftigen.
Das Essen kochten Paul und ich gemeinsam. Indisches Curry und dazu gab es erlesenen Wein.

Um 7 klingelte es endlich an der Tür. Paul öffnete Dania die Tür und ich hielt mich zurück, um die beiden zu beobachten, wie sie sich herzlich und vertraut begrüßten.
Dania war in der Tat eine umwerfende Frau. Ihr langes dunkles Haar fiel ihr offen und glatt über die dunkelrote Seidenbluse. Ihre schwarze Jeans schmeichelte ihrer sinnlichen Hüfte und eleganten Beine, wie eine zweite Haut. Mit ihrem Lächeln und ihrer zarten aber kraftvollen Art sich zu bewegen, füllte sie den Raum mit Leben ohne etwas sagen zu müssen.
Ich biss mir auf die Unterlippe, Hunger flammte in mir auf, doch es war nicht das Essen an das ich dachte. Paul hatte Recht, sie gefiel mir zu hundert Prozent.

Wir setzten uns und aßen. Wir lachten viel, sprachen über Gott und die Welt. Jeder kam zu Wort und doch war sie der Star in unserer Mitte. Ich konnte spüren, dass Paul genauso für sie empfand wie ich.
Als unsere Teller längst leer waren, und schon die dritte Weinflasche geöffnet, zogen wir in die Sofaecke um. Ich setzte mich zu Danias Linken auf die Couch und Paul nahm auf dem Sessel uns gegenüber Platz. Die Stimmung war locker und die Gespräche hatten beachtlich an Tiefe gewonnen. Nun begann ich mutiger zu werden. Schon den ganzen Abend über, war mein Blick immer wieder gefesselt von ihren langen, zarten Fingern, die mit hauchfeinen Goldringen geschmückt waren.
„Du bekommst sicher viele Komplimente für deine sinnlichen Hände“, platzte ich völlig zusammhangslos heraus und erschrak vor mir selbst. Kein Neandertaler sein ermahnte ich mein angeschwippstes Hirn eindringlich.
Dania lachte wie ein Glockenspiel. „Oh ja, tatsächlich. Manche behaupten sogar sie können heilen“, sie warf mir einen herausfordernden Blick zu.
Ich holte Luft um etwas zu erwidern, doch ich wippte nur sprachlos und blieb in ihrem Blick gefangen. Zeit und Umgebung verschwanden und ich ließ meinen Atem langsam wieder entweichen. Kam sie näher oder war das bloß optische Täuschung? Ich hätte mich am liebsten wie ein junges, tollpatschiges Kitten einfach auf sie gestürzt.

Ich kann nicht flirten und ich habe keine Ahnung wie man in so einer Situation smoking cool, sexy, mysteriös, wortgewandt und all das sein kann. Aber ich war entschieden das beste zu geben was mir einfiel. „Gibt es etwas, was du schon immer mal ausprobieren wolltest?“, war das sinnvollste, was mein fast wie leergefegtes Hirn ausspucken konnte. Mir wurde heiß und ich meinte ein amüsiertes Schnauben von Paul gehört zu haben. Ich fühlte mich plötzlich klein und dumm, gegenüber zwei viel älteren und erfahreneren Menschen. Vermutlich war ich auch noch rot wie eine Tomate.
Dania schien meine Absicht verstanden zu haben und blieb ganz sanft und ruhig. „Schon möglich… Aber wo du so fragst… gibt es etwas, das du gern ausprobieren möchtest? Und würdest du dich trauen es zu tun?“

Ich sah ihr eine Weile in die Augen ohne zu antworten, ein stiller Versuch mir die endgültigste Absicherung zu holen, die es einfach nicht geben konnte. Dann beugte ich mich schließlich vor und küsste sie. All die elegante Gelassenheit fiel von ihr ab, ihr Atmen wurde schlagartig tiefer und schneller und sie erwiderte bebend meinen Kuss.
Ehe wir uns versahen waren wir nackt. Ich kann mich gar nicht entsinnen wie es geschah. Unsere Finger erkundeten immer wieder die Bahnen, die unsere Blicke den ganzen Abend über vorgezogen hatten.
Ihr Stöhnen war so lieblich und warm wie ihr Lachen und hungrig gab sie mir Anweisungen von was sie mehr wollte und wann es fester sein durfte.
Meine Zunge, meine Finger, einfach alles von mir war überall bei ihr. Sie wurde lauter und nasser. Nach einiger Zeit grub sie sich schließlich mit ihren Fingern tief in das Sofa, als sie kam.

Als das Beben in ihrem Körper abebbte, tauchte auch langsam unsere Umgebung wieder auf. Wir blickten rüber zu Paul, der die ganze Zeit über schweigender Beobachter war. Noch völlig bekleidet, der Ständer in seiner Hose nicht zu übersehen, schenkte er uns ein einladendes Lächeln.
Als hätten wir uns abgesprochen, krabbelten wir gleichzeitig auf ihn zu.
Gemeinsam berührten und verführten wir ihn, gaben ihm Kostproben von verschiedenen Körperteilen und zogen ihn aus.
So wie ich eben mit Dania zu einem verschmolzen war, so taten wir es nun auch zu dritt. Wir sprachen kaum ein Wort und trotzdem flossen wir harmonisch umeinander wie Wasser.
Jeder spielte mit jedem. Jeder beobachtete mal von außen oder formte und lenkte die anderen beiden. Zu sehen wie Paul Dania von hinten nahm und heftig mit seinem Becken gegen ihres platschte, während sie die Augen genussvoll verdrehte und laut schrie vor Lust, machte mich unglaublich wild.
Schließlich kam ich hart und explosiv mit seinem Schwanz in meinem Arsch und meinem Gesicht in ihrer nassen Möse. Paul ergoss sich über meinen Rücken.

So lange hatte ich auf eine Dreier Erfahrung gewartet. Manchmal lohnt es sich geduldig zu sein. Ohne etwas sagen zu müssen, wussten wir, wir werden es wieder tun.

Schule der Lust

Außerhalb der Zeit, so schien es, tollten wir voreinander und umeinander herum.
Wir machten es uns selbst, stöhnten ungehemmt und fraßen den anderen förmlich mit unseren hungrigen Blicken.

Kaum zu glauben, dass mir das früher bei anderen Menschen unendlich peinlich gewesen wäre. Ich hätte es vielleicht gewollt, aber einfach nicht gekonnt.
Die Liste solcher Dinge ist lang. Und dann kamst du in mein Leben und auf einmal ist alles einfach anders. Von da an, ist so einiges auf einmal einfach.

Und doch ist es auch hier ein Weg, ein Wachstumsprozess. Ich bin in der Schule der Lust und du bist mein Lehrer.
Vor einigen Monaten noch, sagtest du mir, wie scharf du es finden würdest, würde ich einfach deinen Kopf zwischen meine Beine schieben und dich lenken, dir zeigen was ich mag. Damals kicherte ich nur nervös. Während ich mich im Stillen ärgerte, wie uneins Kopf, Körper und Fantasie bei mir waren.
Heute denke ich darüber gar nicht mehr nach.

So wie auch in diesem Moment, als ich mir einfach deiner Hand ermächtigte, um deine Finger in mich einzuführen und meine Hüften darum kreisen zu lassen.
Eine Welle der feuchten Lust ergoss sich über deine Hand.
Niemand kommt mir so nah wie du mein König.

Das erste Outfit

Wir standen gemeinsam vorm Briefkasten, als ich ihn öffnete und das kleine graue Plastikpäckchen erblickte. Erfreut quiekte ich und hoffte gleich darauf, dass er nichts ahnte. So sehr hatte ich gehofft, dass es ankommen würde, bevor er wieder wegfuhr.

In der Wohnung angekommen, versuchte ich unauffällig mit dem Päckchen im Bad zu verschwinden. Es raschelte laut beim auspacken, einfach nicht zu zähmen. „Bitte verrate mich nicht“, dachte ich aufgeregt.

Es war ein kleines schwarzes Wetlook-Kleid, das ich aus der Verpackung zog. Es hatte 3 € irgendwas gekostet und ließ mich einen Monat auf seine Ankunft warten. Ich runzelte die Stirn, ließ seine Qualität doch wie befürchtet etwas zu wünschen übrig.
„Bitte, bitte pass….“. Das tat es zum Glück. Es reichte gerade so über den Po und meine Brüste, der Rücken war frei. Die billige Qualität wurde vor allem von den kleinen, kratzigen Gummischlingen verraten, durch die man die Arme stecken sollte um das Kleid oben zu halten.
Ich betrachtete mich skeptisch…. Der Stoff fühlte sich sehr angenehm an, nur der Schnitt war nicht so figurschmeichelnd wie erhofft.
Doch je länger ich mich so betrachtete, um so mehr fand ich Gefallen an meinem billigen Barbie Look… Absolut authentisch für mein erstes Sex-Outfit und meinen heulenden Geldbeutel.
Ich beschloss es Paul zu zeigen und flitzte aus dem Badezimmer in Richtung Küche. Vor Aufregung hatte ich ganz vergessen mir die Socken auszuziehen.

Die Augen meines Königs weiteten sich wohlwollend, als er mich erblickte. Sofort wanderten seine Hände über den glatten, schwarzen Stoff. Er massierte meine Brüste und glitt mit den Fingern kurz unter den Saum des Rocks. Es fühlte sich großartig an.
Ein Klaps seiner flachen Hand auf meinem Hintern und ich war hin und weg.

Paul hatte schon ganz am Anfang unserer Beziehung gewusst, dass Rollenspiele und verschiedene Outfits voll mein Ding wären, doch ich brauchte etwas um selbst darauf zu kommen. Nie hätte ich mir vorstellen können, dass es so ein neues Erlebnis und Gefühl ermöglichen würde, ein Outfit zu tragen.

Zu Beginn gab ich mich eher devot und ließ mich von ihm leiten, später begann ich mich mehr von meiner Raubkatzen-Seite zu zeigen und um ihn herum zu schleichen.
Türen zu neuen Möglichkeiten öffnen sich wie immer, wenn man willens ist, über sein bisheriges Ich hinaus zu wachsen.
Ich bin Pauls aufmerksame Schülerin und lasse mich von ihm immer tiefer führen, in das Reich ungeahnter Möglichkeiten, Begierden und Genüsse.

Sexual healing ~ Badewannen Fantasien

Schnellen Schrittes eilte ich durch die dunklen Straßen. Hatte ich mich auf dem Hinweg zu meiner Verabredung noch so frei und elegant dabei gefühlt, kam es mir jetzt nur noch elend vor. Durchgefroren bis auf die Knochen und enttäuscht bis auf’s letzte, schimpfte ich mit mir selbst. Warum nannte ich diese Menschen meine Freunde? Und noch viel mehr: Warum begab ich mich immer wieder in diese Situationen?
Innerhalb weniger Stunden hatte ich mich von jemandem, der das Leben liebte verwandelt in ein Häufchen Elend, das sich vorkam wie der letzte Depp auf Erden.

Ich wäre nach wie vor unfähig das Gefühl zu beschreiben. Ein übler Kompott aus Wut, Trauer und Zweifel an allem… Noch viel weniger könnte ich sagen wo eigentlich das Problem dieser wiederkehrenden Situation war.
Ich vermisste einfach nur noch den einen Menschen, der mir nie dieses Gefühl geben würde. Der eine Mensch, bei dem sich die Welt immer in die richtige Richtung drehte, Wahrheiten immer die selben waren und die Dämonen der Ängste in ihre Schatten flüchteten.
Doch mein König war in so weiter Ferne. Bei dem Gedanken gleich eine leere, dunkle Wohnung zu betreten, hätte ich am liebsten geweint, wenn ich es könnte.

Zu Hause angekommen warf ich meine Sachen von mir, zog mich aus und ließ mir ein heißes Bad ein, um mich auf zu wärmen. Innerlich leer, blickte ich die Fliesen an. Das mein Bad grau war, fiel mir immer nur in solchen Momenten auf. An anderen Tagen projizierte meine Fantasie bunte Bilder auf diese Wände und ich feilte stets an irgendwelchen Ideen.
Es war ganz still, bis auf das Wasser, das sich unter meinen Ohren kräuselte, wenn ich mich bewegte.

Ich seufzte resignierend, schloss meine Augen und dachte an dich, mein König. Ich ließ gemeinsame Erinnerungen vor meinem inneren Auge auftauchen. Deine Wärme, deine Liebe, deine Macht über mich… Niemand sonst, gibt mir all diese Gefühle. In deinen Armen bin ich eine Göttin, in deinen Armen könnte ich für immer bleiben, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.
Ich begann mich zu streicheln. Meine Hände wanderten über meinen Körper, als wären sie von dir und deiner Hingabe beseelt.

Ich stellte mir vor, dass du in diesem Moment überraschend von deiner Reise wieder kamst. In deinem Anzug betratst du das Bad und hieltst überrascht inne, als du mich beim Spiel mit mir selbst erwischtest.
„Ah! Ah!…“, sagtest du mit mahnendem Zeigefinger, als ich aufhörte um dich zu begrüßen, „das machst du schön zu Ende.“
Lässig lehntest du dich gegen die Wand und sahst mir mit verschränkten Armen und feurigen Augen zu. Hin und wieder geiltest du mich auf mit Worten wie: „Komm zeig’s mir meine kleine Schlampe“ oder du gabst mir Anweisungen, wie ich mich berühren oder drehen sollte.
Als ich begann mich dem Höhepunkt zu nähern, knietest du dich neben die Badewanne und begannst mich hart zu fingern. Das Wasser plätscherte wie wild, der Ärmel deines Anzugs sog sich damit voll und es bespritzte auf dein weißes Hemd, so dass immer mehr Haut durchschien.
Dein Blick war wild und gerade zu stählern, deine Ausstrahlung die eines Raubtieres. Deine andere Hand legte sich auf meine Kehle, die Finger drückten links und rechts fest in meinen Kiefer und fixierten so meinen Kopf.
Ich sah dir wie gebannt in die Augen und ließ deinen wilden Blick sich bis in die Tiefen meiner Seele brennen, bis ich kam.

Mit dem Abebben meines Orgasmus, verblasste auch dein Bild an meiner Seite… Entspannt seufzte ich. Es war verrückt, doch ich hatte das Gefühl gerade tatsächlich diesen Moment mit dir geteilt zu haben.

Fremde Hände

Fortsetzung von „Komm zurück mein König…“

Abrupt erstarrte ich in meinem Gezappel und lauschte angestrengt. Ich meinte das Geräusch eines Atemzuges aus Richtung der Tür vernommen zu haben.
Doch da war nichts. Stille, im Sekundentackt durchschnitten durch das Ticken des alten Weckers. Enttäuscht schnaubte ich und ließ die Anspannung fallen. Die Schwärze hinter meiner Augenbinde, das Rasseln meiner Armfesseln und das Satinlaken unter meinen nackten Füßen, war alles was meine Welt gerade ausmachte.

Plötzlich glitten Fingernägel über mein rechtes Schienbein. Ich fuhr zusammen, mein Herz setzte aus, um gleich darauf wie wild aus meiner Brust ausbrechen zu wollen.
Schwer zu sagen was mich mehr erschreckt hatte. Die Berührung aus dem nichts… oder die Acrylnägel dieser fremden Hand?

„Shhhh…“, wisperte die Unbekannte. Sie tätschelte meine Titten und strich dann über meine Pussy, als würde sie mich begutachten und auf versprochene Qualität überprüfen. Ich begann mich zu winden und mein Atem ging schneller. Meine Instinkte waren entschieden zu kämpfen und sich nicht so einfach zu ergeben.
Doch die Fremde verströmte Wärme, die mein ausgekühlter Körper gierig auf sog und mich in den Bann zog.

Gezielt berührte sie mich, zog große Kreise über meinen ganzen Körper und ließ keine Stelle ungeachtet.
Mein Verstand spielte böse Streiche mit der Ungewissheit, fügte die Gesichter zu der Unbekannten, die er am meisten fürchtete.
Doch rasch wurden ihre Kreise kleiner und ich merkte, ich hatte bereits verloren, als mir ein Seufzer entfuhr. Wieder zappelte ich. Sofort bestrafte sie mich dafür, indem sie mir in die rechte Brustwarze kniff. Ich stöhnte…

Das Spiel aus Verwöhnung und Strafe für Widerspruch, setzte sich eine Weile fort, bis ich so feucht war, das es platschte wenn sie auf meine Spalte schlug.
Sie setzte sich auf mein Gesicht und ich leckte sie bis auch ihr endlich ein Geräusch entwich. Noch nie war das Stöhnen eines Menschen so ein Triumph für mich gewesen, war es doch ein Fetzen, der sie mich besser kennen ließ. Auch noch nie hatte ich zuerst meine Zunge in die Möse eines anderen Menschen gesteckt, bevor ich dessen Gesicht kannte.

Als sie merkte ich fand Gefallen daran sie mit meiner Zunge zu erkunden, entzog sie sich mir wieder. Ich hörte Geraschel…
Plötzlich drang sie mit einem kalten Spielzeug in mich ein und begann mich zu ficken und bespielen bis ich kam.

Als ich meinen Atem wiederfand, nahm sie mir die Augenbinde ab. Vor mir saß eine rattenscharfe junge blonde Frau. Ihr langes blondes Haar umrahmte ihre frechen, prallen Brüste und sie grinste mich raubkatzenartig an.
Ich blinzelte und sah mich im Raum um, nicht sicher ob er der selbe war, wirkten die Farben doch so anders.
Links in der Ecke, neben der Tür, auf dem großen Ohrensessel, da saß mein König.
Gebieterisch schmunzelte er mich an. Mir klappte die Kinnlade runter, als ich realisierte, dass er nie fort war. Die ganze Zeit über hatte er dort gesessen und dem Spiel seinen Lauf gelassen.

Komm zurück mein König…

Mit verbundenen Augen liege ich hier, gebettet in Satin. Die Handschellen lassen meinen Armen nicht viel Platz für Bewegung und auch meine Füße können nichts greifen, sie gleiten nur verloren über das große Meer aus glattem Stoff.
Die Temperatur ist gerade so, dass sie auf Messers Schneide zwischen warm und kalt balanciert. Doch ich kann spüren wie sich meine Nippel suchend in die Höhe schrauben.
Ich warte… Eben lagen seine Hände noch warm und weich auf meiner Haut. Sie glitten über meine Rippen, entlang der Außenseiten meiner Oberschenkel und zuletzt ließ mich ein Kniff in meinem linken Zeh aufzucken, bevor jegliches Zeichen seiner Anwesenheit im Nichts verschwand.
Ich warte… Noch eben waren seine Berührungen so real wie Feuer gewesen, doch sie verblassten zu einer erkalteten Erinnerung. Wie Eis bohrten sich die Bahnen, die seine Hände zogen, in meine Haut. Es war ein Nagen, das fast schon zu einem Schmerz heran wuchs und mich immer unruhiger werden ließ. Doch egal wie sehr ich mich anstrengte, alles was ich hören konnte, war mein eigener Atem und das laute Tacken eines alten Weckers, das sich in meine Ohren fraß.
Ich warte… Auch wenn das beharrliche Tacken des alten Weckers ein Zeichen von vergehender Zeit war, hatte ich keinen blassen Schimmer, wie lang ich hier schon lag. Jeh mehr ich mich wehrte, jeh mehr ich tobte in meinem kleinen Rahmen, um so langsam schien sie zu vergehen und um so tiefer Bohrte sich das Verlangen.
Ich beginne zu winseln… „Komm zurück mein König… Bitte!“