Sexual healing ~ Badewannen Fantasien

Schnellen Schrittes eilte ich durch die dunklen Straßen. Hatte ich mich auf dem Hinweg zu meiner Verabredung noch so frei und elegant dabei gefühlt, kam es mir jetzt nur noch elend vor. Durchgefroren bis auf die Knochen und enttäuscht bis auf’s letzte, schimpfte ich mit mir selbst. Warum nannte ich diese Menschen meine Freunde? Und noch viel mehr: Warum begab ich mich immer wieder in diese Situationen?
Innerhalb weniger Stunden hatte ich mich von jemandem, der das Leben liebte verwandelt in ein Häufchen Elend, das sich vorkam wie der letzte Depp auf Erden.

Ich wäre nach wie vor unfähig das Gefühl zu beschreiben. Ein übler Kompott aus Wut, Trauer und Zweifel an allem… Noch viel weniger könnte ich sagen wo eigentlich das Problem dieser wiederkehrenden Situation war.
Ich vermisste einfach nur noch den einen Menschen, der mir nie dieses Gefühl geben würde. Der eine Mensch, bei dem sich die Welt immer in die richtige Richtung drehte, Wahrheiten immer die selben waren und die Dämonen der Ängste in ihre Schatten flüchteten.
Doch mein König war in so weiter Ferne. Bei dem Gedanken gleich eine leere, dunkle Wohnung zu betreten, hätte ich am liebsten geweint, wenn ich es könnte.

Zu Hause angekommen warf ich meine Sachen von mir, zog mich aus und ließ mir ein heißes Bad ein, um mich auf zu wärmen. Innerlich leer, blickte ich die Fliesen an. Das mein Bad grau war, fiel mir immer nur in solchen Momenten auf. An anderen Tagen projizierte meine Fantasie bunte Bilder auf diese Wände und ich feilte stets an irgendwelchen Ideen.
Es war ganz still, bis auf das Wasser, das sich unter meinen Ohren kräuselte, wenn ich mich bewegte.

Ich seufzte resignierend, schloss meine Augen und dachte an dich, mein König. Ich ließ gemeinsame Erinnerungen vor meinem inneren Auge auftauchen. Deine Wärme, deine Liebe, deine Macht über mich… Niemand sonst, gibt mir all diese Gefühle. In deinen Armen bin ich eine Göttin, in deinen Armen könnte ich für immer bleiben, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen.
Ich begann mich zu streicheln. Meine Hände wanderten über meinen Körper, als wären sie von dir und deiner Hingabe beseelt.

Ich stellte mir vor, dass du in diesem Moment überraschend von deiner Reise wieder kamst. In deinem Anzug betratst du das Bad und hieltst überrascht inne, als du mich beim Spiel mit mir selbst erwischtest.
„Ah! Ah!…“, sagtest du mit mahnendem Zeigefinger, als ich aufhörte um dich zu begrüßen, „das machst du schön zu Ende.“
Lässig lehntest du dich gegen die Wand und sahst mir mit verschränkten Armen und feurigen Augen zu. Hin und wieder geiltest du mich auf mit Worten wie: „Komm zeig’s mir meine kleine Schlampe“ oder du gabst mir Anweisungen, wie ich mich berühren oder drehen sollte.
Als ich begann mich dem Höhepunkt zu nähern, knietest du dich neben die Badewanne und begannst mich hart zu fingern. Das Wasser plätscherte wie wild, der Ärmel deines Anzugs sog sich damit voll und es bespritzte auf dein weißes Hemd, so dass immer mehr Haut durchschien.
Dein Blick war wild und gerade zu stählern, deine Ausstrahlung die eines Raubtieres. Deine andere Hand legte sich auf meine Kehle, die Finger drückten links und rechts fest in meinen Kiefer und fixierten so meinen Kopf.
Ich sah dir wie gebannt in die Augen und ließ deinen wilden Blick sich bis in die Tiefen meiner Seele brennen, bis ich kam.

Mit dem Abebben meines Orgasmus, verblasste auch dein Bild an meiner Seite… Entspannt seufzte ich. Es war verrückt, doch ich hatte das Gefühl gerade tatsächlich diesen Moment mit dir geteilt zu haben.

Fremde Hände

Fortsetzung von „Komm zurück mein König…“

Abrupt erstarrte ich in meinem Gezappel und lauschte angestrengt. Ich meinte das Geräusch eines Atemzuges aus Richtung der Tür vernommen zu haben.
Doch da war nichts. Stille, im Sekundentackt durchschnitten durch das Ticken des alten Weckers. Enttäuscht schnaubte ich und ließ die Anspannung fallen. Die Schwärze hinter meiner Augenbinde, das Rasseln meiner Armfesseln und das Satinlaken unter meinen nackten Füßen, war alles was meine Welt gerade ausmachte.

Plötzlich glitten Fingernägel über mein rechtes Schienbein. Ich fuhr zusammen, mein Herz setzte aus, um gleich darauf wie wild aus meiner Brust ausbrechen zu wollen.
Schwer zu sagen was mich mehr erschreckt hatte. Die Berührung aus dem nichts… oder die Acrylnägel dieser fremden Hand?

„Shhhh…“, wisperte die Unbekannte. Sie tätschelte meine Titten und strich dann über meine Pussy, als würde sie mich begutachten und auf versprochene Qualität überprüfen. Ich begann mich zu winden und mein Atem ging schneller. Meine Instinkte waren entschieden zu kämpfen und sich nicht so einfach zu ergeben.
Doch die Fremde verströmte Wärme, die mein ausgekühlter Körper gierig auf sog und mich in den Bann zog.

Gezielt berührte sie mich, zog große Kreise über meinen ganzen Körper und ließ keine Stelle ungeachtet.
Mein Verstand spielte böse Streiche mit der Ungewissheit, fügte die Gesichter zu der Unbekannten, die er am meisten fürchtete.
Doch rasch wurden ihre Kreise kleiner und ich merkte, ich hatte bereits verloren, als mir ein Seufzer entfuhr. Wieder zappelte ich. Sofort bestrafte sie mich dafür, indem sie mir in die rechte Brustwarze kniff. Ich stöhnte…

Das Spiel aus Verwöhnung und Strafe für Widerspruch, setzte sich eine Weile fort, bis ich so feucht war, das es platschte wenn sie auf meine Spalte schlug.
Sie setzte sich auf mein Gesicht und ich leckte sie bis auch ihr endlich ein Geräusch entwich. Noch nie war das Stöhnen eines Menschen so ein Triumph für mich gewesen, war es doch ein Fetzen, der sie mich besser kennen ließ. Auch noch nie hatte ich zuerst meine Zunge in die Möse eines anderen Menschen gesteckt, bevor ich dessen Gesicht kannte.

Als sie merkte ich fand Gefallen daran sie mit meiner Zunge zu erkunden, entzog sie sich mir wieder. Ich hörte Geraschel…
Plötzlich drang sie mit einem kalten Spielzeug in mich ein und begann mich zu ficken und bespielen bis ich kam.

Als ich meinen Atem wiederfand, nahm sie mir die Augenbinde ab. Vor mir saß eine rattenscharfe junge blonde Frau. Ihr langes blondes Haar umrahmte ihre frechen, prallen Brüste und sie grinste mich raubkatzenartig an.
Ich blinzelte und sah mich im Raum um, nicht sicher ob er der selbe war, wirkten die Farben doch so anders.
Links in der Ecke, neben der Tür, auf dem großen Ohrensessel, da saß mein König.
Gebieterisch schmunzelte er mich an. Mir klappte die Kinnlade runter, als ich realisierte, dass er nie fort war. Die ganze Zeit über hatte er dort gesessen und dem Spiel seinen Lauf gelassen.

Komm zurück mein König…

Mit verbundenen Augen liege ich hier, gebettet in Satin. Die Handschellen lassen meinen Armen nicht viel Platz für Bewegung und auch meine Füße können nichts greifen, sie gleiten nur verloren über das große Meer aus glattem Stoff.
Die Temperatur ist gerade so, dass sie auf Messers Schneide zwischen warm und kalt balanciert. Doch ich kann spüren wie sich meine Nippel suchend in die Höhe schrauben.
Ich warte… Eben lagen seine Hände noch warm und weich auf meiner Haut. Sie glitten über meine Rippen, entlang der Außenseiten meiner Oberschenkel und zuletzt ließ mich ein Kniff in meinem linken Zeh aufzucken, bevor jegliches Zeichen seiner Anwesenheit im Nichts verschwand.
Ich warte… Noch eben waren seine Berührungen so real wie Feuer gewesen, doch sie verblassten zu einer erkalteten Erinnerung. Wie Eis bohrten sich die Bahnen, die seine Hände zogen, in meine Haut. Es war ein Nagen, das fast schon zu einem Schmerz heran wuchs und mich immer unruhiger werden ließ. Doch egal wie sehr ich mich anstrengte, alles was ich hören konnte, war mein eigener Atem und das laute Tacken eines alten Weckers, das sich in meine Ohren fraß.
Ich warte… Auch wenn das beharrliche Tacken des alten Weckers ein Zeichen von vergehender Zeit war, hatte ich keinen blassen Schimmer, wie lang ich hier schon lag. Jeh mehr ich mich wehrte, jeh mehr ich tobte in meinem kleinen Rahmen, um so langsam schien sie zu vergehen und um so tiefer Bohrte sich das Verlangen.
Ich beginne zu winseln… „Komm zurück mein König… Bitte!“